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Seit einiger Zeit dürfen sich nun auch in Deutschland die sogenannten Giga-Liner in voller Größe über die Straßen bewegen. Die überlangen Lkw erwecken mit ihrem Auftreten, dass etwa 25 Meter hinter sich zieht, bei manchem Autofahrer gewisse Ängste. Befürworter der fahrenden Riesen jedoch sprechen sich klar dafür aus und halten jegliche Befürchtungen schlichtweg für übertireben.
Beobachtet man einen der mit Dieselmotor betriebenen Lastwagen einmal genauer, kann schnell ein falscher Eindruck entstehen. Wenn der Beobachter also ein lautes Scheppern vernimmt, muss dies längst nichts Schlechtes bedeuten, sondern weist ganz einfach darauf hin, dass ganz einfach die Deichsel des Anhängers gerade voll automatisch in die Kupplung der Zugmaschine geschnappt ist. Mitsamt meterlangem Anhänger, ist das Gefährt daraufhin zu einem Koloss geworden, der sich mithilfe von Servolenkung steuern lässt. Man müsse aufpassen, gibt ein Fahrer des Giga-Liners zu, jedoch nicht mehr als bei anderen Lkw.
So kann sich solch ein Laster dann, ausgestattet mit 6 Zylinder und 410 PS, über Deutschlands Autobahnen und Bundesstraßen von einem Ziel zum anderen bewegen. Die Länge eines solchen Lkw, der von jenen die damit Geld verdienen liebevoll “Euro-Combi” genannt wird, entspricht sechs VW Golf hintereinander. Das sind anderthalb mehr als bei den gewöhnlichen Lkw. Hinzu kommt noch ein dreiachsiger Motorwagen mit Ladefläche, wobei orange Blinklichter den “normalen” Autofahrern darauf hinweisen, dass es sich hier um ein Objekt des Straßenverkehrs mit besonderem Ausmaß handelt.
Auch Bundesverkehrsminister, Peter Ramsauer, zählt zu den Befürwortern der gigantischen Lastern, denn das Transportaufkommen hat sich in Deutschland innerhalb der letzten zwanzig Jahre verdoppelt und aufgrund der vorangehenden Globalisierung rechnet man bis 2025 mit einem weiteren Anstieg der zu transportierenden Güter um 70 Prozent im Vergleich zu 2004.
Ob jedoch der Lkw-Koloss die richtige Lösung für den aufkommenden Transportbedarf ist, darüber wird derzeit noch heftig gestritten.

17. Januar 2012
Die Online Redaktion 














